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Das Fach Religion

Den obersten Bildungszielen ‚Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen’ (Art. 131, Abs. 2 BVG) sieht sich das Fach Religionslehre naturgemäß besonders verpflichtet.
Als „ordentliches Lehrfach“ (Art. 7, Abs. 3 GG) gelten auch für den Religionsunterricht die üblichen Rahmenbedingungen der schulischen Lern- und Leistungsmessung, wobei wir im Rahmen der Unterrichtsgestaltung und Aufgabenkultur den langfristigen Aufbau (religiöser) Kompetenzen anstreben.

Ein Ort der Glaubenskommunikation seit über 400 Jahren. Gerade an unserer Schule spüren wir, dass Religionsunterricht mehr ist als ein 'Reden über Religion', schließlich haben seit der Stiftung des Jesuitenkollegiums durch Fürstbischof Erzherzog Leopold von Österreich Generationen von Schülerinnen und Schülern Religion hier auch 'aktiv' gelebt und gestaltet. In unserer Aula konnte die evangelische Gemeinde Passaus ihre ersten Gottesdienste feiern.
Zur Ausbildung einer religiösen Urteils- und Dialogfähigkeit unter veränderten Sozialisationsbedingungen ist uns die strukturierte und lebensnahe Vermittlung von Glaubenswissen wichtig.

Konfessionell profiliert nach Antworten auf die Grundfragen des Menschseins suchen und Sinn- und Heilsbezüge herstellen.
Daher muss sich unser Unterricht daran messen lassen, ob er Kinder und Jugendliche in ihrer jeweiligen Lebenswelt erreicht und ihnen hilft, ihr Deutungskonzept durch die Vermittlung christlicher Sinnantworten zu erweitern und zu bereichern.

Dazu greift der Lehrplan in Katholischer Religionslehre in den Klassen 5-12 sechs große Lernbereiche wiederholend und vertiefend auf, nämlich die ‚Biblische Botschaft’, ‚Christlicher Glaube und Weltdeutung’, ‚Christliche Spiritualität’, ‚Christliche Ethik und Lebensbewältigung’, ‚Kirchengeschichte’ sowie ‚Interreligiöses und interkulturelles Leben’. In der Vernetzung mit dem Wissen der weiteren Fächer, der Auseinandersetzung mit den Positionen anderer Konfessionen und Religionen aber auch dem Raum für Spiritualität und Gebet ist unser Unterricht Begegnungsort der Schülerinnen und Schüler mit Religion, Glauben und Kirche. Dabei kann und will der Religionsunterricht aber nicht Glaubensweitergabe als Katechese ersetzen, die ihren Ort in der Familie und Gemeinde hat. So "wendet sich der Religionsunterricht nicht nur an gläubige oder glaubenswillige, sondern ebenso an suchende und zweifelnde sowie an sich ungläubig verstehende Schülerinnen und Schüler“ (DBK Nr. 80 (2005), S. 9).
Der evangelische Religionsunterricht findet zeitgleich mit dem katholischen Religionsunterricht statt und wird nur jahrgangsübergreifend abgehalten, wenn es in einer Jahrgangsstufe weniger als fünf evangelische Schüler/innen gibt.
Er will auf der Grundlage des biblisches Verständnisses von Gott, Mensch und Welt das Gespräch mit der christlichen Tradition anregen, informieren und Orientierung bieten, religiöse Kompetenzen vermitteln und Wege zum Glauben öffnen, Fragen stellen und Antworten suchen, Lebenshilfe bieten und auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleiten mit folgenden Ziele und Inhalten (i.A.):

  • Annäherung an ein evangelisches Verständnis Gottes und des Menschen
  • sachgemäßer Umgang mit der Bibel und zentralen christlichen Traditionsbildungen
  • Begegnung mit Kirche in ihrer Realität und ihren vielgestaltigen Möglichkeiten
  • Begegnung mit nichtchristlichen Religionen und Weltanschauungen
  • Zugänge zu religiöser Kunst und Spiritualität
  • Verständnis für Rolle und Bedeutung religiöser, insbesondere christlicher Traditionen in der Gesellschaft, z. B. in der Bildenden Kunst und in der modernen Literatur

Im evangelischen Religionszimmer R 205 können Unterrichtsergebnisse an den Wänden festgehalten und Unterrichtsmaterialien im Schrank deponiert werden können.

Religiöse Haltungen nicht nur theoretisch entwickeln, sondern auch leben. Die Handlungsdimension des Faches zeigt sich im Schulleben auf vielfache Weise und wird von den Fachschaften für katholische und evangelische Religionslehre in intensivem Austausch und im Geist der Ökumene gemeinsam erschlossen:

  • in regelmäßigen ökumenischen Gottesdiensten und Andachten zu Beginn und Ende des Schuljahres, im Advent, an Weihnachten und in der Fastenzeit,
  • in konfessionell geprägten Gottesdiensten, Eucharistiefeiern beispielsweise zu Ostern oder um Allerheiligen,
  • in Projekten, Aktionen und Exkursionen, vielfach in Zusammenarbeit mit kirchlichen Verbänden, Vereinen und Hilfswerken in Passau als externe Partner und Referenten,
  • jahrgansstufenübergreifend im Engagement evangelischer Schüler rund um den Weltaidstag für einen bewussten Umgang mit HIV-Infizierten.

Hier geht‘s lang. Etablierte Aktivitäten und Veranstaltungen

5. Klasse:

  • Kirchenraumpädagogische Arbeit in St. Matthäus, St. Michael, Dom St. Stephan (K 5.5, Ev 5.2)

7. Klasse:

  • Gang ins Kloster (K 7.4, Ev 7.2)
  • Besuch einer muslimischen Gemeinde Passau (K 7.5, Ev 7.3)

8. Klasse:

  • Expertenbesuch des Beauftragten für Weltanschauungsfragen und religiöse Gruppierungen des Bistums (K 8.5; Ev 8.5)
  • Präventionsprogramm LIZA „Liebe in Zeiten von Aids“ (fächerübergreifend mit Biologie)

9. Klasse:

  • Besuch der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom in München (K 9.2, Ev 9.1)
  • Expertenbesuch zu „Berufen in der Kirche“ (K 9.5)

10. Klasse:

  • Expertengespräch mit dem Hospizverein Passau e.V. und auf der Palliativstation des Klinikums (K 10.2, Ev 10.4)
  • Unterrichtsgang zum Innstadt-Friedhof (St. Severin) (K 10.2, Ev 10.4)
  • Studienfahrt zur Euthanasie-Gedenkstätte Schloss Hartheim (Ev 10.4; alternativ in der 11.Jgst (11.4)
  • gemeinsame Tage für „GZSZ“ (Glaube – Zweifel – spirituelle Zeit) (ev; schulübergreifend)
    (alternativ in der 11.Jgst)

Q 11 / 12:

  • Fahrt zu Kirchen- und Katholikentagen
  • Themenbezogene Studienfahrten und Expertengespräche im Rahmen der P- und W-Seminare

Die Fachschaft für Katholische und Evangelische Religionslehre

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