Copyright 2017 - Gymnasium Leopoldinum

Einladung zur Theateraufführung

EinladungTheater

FAUST I - Theaterfahrt der Q 11 am 29.06.17 - Kontroverse

„Mich fasst ein längst entwohnter Schauer, / Der Menschheit ganzer Jammer fasst mich an“ (Faust, Kerker)

Ich dachte eigentlich, es wird eine ganz normale Theaterfahrt mit einer kurzen Anreise und einer ganz normalen Aufführung, doch ich sollte mich ganz gewaltig täuschen. Am 29. Juni fahre ich um 16.30 Uhr, eine halbe Stunde bevor der Bus, der uns zur Vorführung von Faust I im Theater an der Rott bringen soll, abfährt, mit meinem Roller aus der Innstadt los, nur um festzustellen, dass scheinbar ganz Passau im Stau steckt. Als ich überpünktlich um 17.00 Uhr zu Fuß am Römerplatz ankomme, fehlen noch etwa 20 Schülerinnen und Schüler, die zusammen mit unserem Oberstufenkoodinator Herrn Willeitner in der nächsten halben Stunde nach und nach eintrudeln. Passau versinkt an diesem Spätnachmittag im Verkehrschaos. Die Busfahrt dauert nun zwei Stunden, eine Stunde davon vom Römerplatz zur Schanzelbrücke, die andere von dort aus nach Eggenfelden. Wir kommen pünktlich zur Aufführung, gerade noch pünktlich zur Einführung zum Stück, um 19.10 Uhr am Theater an.

Die Fassung von Goethes Meisterwerk wurde mit der Besonderheit, dass nur vier Schauspieler die Originaltexte zum Besten geben, wobei die Publikumsränge wie in einer Art Arena die Bühne begrenzen, von Uwe Lohr inszeniert. Außergewöhnlich war die Darstellung von Mephisto, der, gespielt von Elisabeth Nelhiebel, die tierische Seite des Teufels durch Gebrüll und Fauchen zeigt und mit allerlei Verrenkungen eine verblüffende Ähnlichkeit zu Gollum aus dem Herrn der Ringe aufweist. Markus Fisher kann auf ganzer Linie als Doktor Faust überzeugen, indem es ihm gelingt, den Wandel vom verdrossen Wissenschaftler zum liebeshungrigen Verjüngten sehr gut einzufangen und beide Seiten des Gelehrten bemerkenswert zu spielen. Highlight des Stücks ist die fabelhafte Katharina Oraschnigg in der Rolle des Gretchen, das sie mit einer Glaubhaftigkeit verkörpert, die nicht von dieser Welt zu sein scheint.

Obwohl die Inszenierung die Schüler verzaubert, werden einzelnen Begleitlehrkräften einige Male die Augenlider während der Aufführung schwer. Der Aussage, dass es „furchtbar, laut und schrecklich" war, können nur die wenigsten von uns zustimmen. Mit Blick in Goethes Vorspiel auf dem Theater scheint wohl Gelassenheit angebracht: „Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen, /Ein jeder sucht sich endlich selbst was aus. / Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen; /Und jeder geht zufrieden aus dem Haus.“

Philipp Anetsmann, Q 11

 

Nach der Ankunft im Theater an der Rott in Eggenfelden bekamen wir, die Klasse Q11 unter Begleitung von Frau Fuchs, Herrn Willeitner, Herrn Frölich und Herrn Vogel, eine kurze Einführung ins kurz darauf aufgeführte Drama „Faust I“ von Johann Wolfgang von Goethe. Es wurden uns Eckdaten zum Leben des Autors gegeben sowie eine kurze Inhaltsangabe des Werks und Schlaglichter seiner Entstehungsgeschichte. Anschließend wurden wir direkt auf die Bühne des Theatersaals geführt, wo die Vorstellung gezeigt werden sollte. Es war eine Bühne, die einer Arena nachempfunden war, aufgebaut und die Darbietung wurde publikumsnah in der Mitte der umgebenden Sitzreihen aufgeführt.

Wir erkannten, dass es sich um eine moderne Inszenierung des klassischen Faust handelte, da Mephisto beispielsweise von einer Frau gespielt wurde und da Erotik und Ekel in keinster Weise ein Tabu boten. Die vier Schauspieler, die durch Kostümwechsel alle Rollen übernahmen, begeisterten Ihr Publikum durch ihr darstellerisches und dramaturgisches Geschick und banden stellenweise das Publikum in das Stück ein. Beeindruckend war die Nähe des Stücks am Originaltext, natürlich mit kleineren Ausnahmen, die aber im Gesamten nicht weiter auffielen. Trotz der positiven Aspekte, die den Theaterbesuch durchaus interessant gestalteten, gab es so manche Punkte, die die Zuschauer irritierten. Störend war zum einen das stellenweise auftretende infernale Geschrei des/der Mephisto, die als Dienerin des Teufels durch das ganze Stück hindurch Erotik und Lust verkörpern sollte, und zum anderen die für manchen Geschmack etwas „zu modernisierte“ Umsetzung des Dramas, wie die Kellerszene, die als Club mit Paillettenkleid tragenden Mädchen und Shots trinkenden Gästen dargestellt wird, oder die Szene in der Hexenküche, die mehr einer Schönheitsoperation bei einer dubiosen Ärztin im Drogenlabor ähnelte, als an einer Hütte mit alter Frau, die Zaubertränke im Kessel kocht.

Einzelne Schüler und Lehrkräfte reagierten auf diese ‚Provokationen’ des zeitgenössischen Theaters mit klarer Ablehnung. Trotzdem war es eine Erfahrung, wie man klassische Stück auf moderne Art und Weise aufbereiten kann ohne Grundlegendes, wie Text und Handlung zu ändern.

Felix Müller, Q 11

Alle Fotos: Sebastian Hoffmann

Hofserenade

Sehr geehrte Eltern und Freunde des Leopoldinums!

 Wir laden herzlich ein zur

H O F S E R E N A D E

Es spielen und singen:

Big Band,

Orchester I,

 Orchester II,

Großer Chor,

Unterstufenchor,

Violoncellogruppe,

Flötenensemble,

Bläserquintett

im Hof des Leopoldinums

am Donnerstag, 13.Juli 2017 um 19.00 Uhr

E I N T R I T T   F R E I

Flüchtlings-Schicksale

Journalist Hedemann erzählt von Glück und Leid in der Migrationswelle.

2017 06 24 lesung hedemann

PNP vom 24.06.2017

Unsere Schülerin Emerenz Fuchs gehört zu den besten vier Nachwuchsrednern Deutschlands

Im Bundesfinale von „Jugend debattiert“ setzte sich die 14-jährige Schülerin in der Altersklasse 8. bis 10. Jahrgangsstufe bei der Finaldebatte zum Thema „Soll für Minderjährige der Besuch von Laser-Tag-Arenen verboten werden?“ gegen ihre Mitbewerberinnen und Mitbewerber, allesamt Landessieger aus ganz Deutschland, durch und wurde als Zweitplatzierte zur Bundessiegerin gekürt. „Emerenz Fuchs hat im Bundesfinale von ‚Jugend debattiert‘ 2017 ihr rhetorisches Talent und ihre Überzeugungskraft bewiesen. Ihre Art zu argumentieren und ihr sprachlicher Ausdruck haben die Mitglieder der Jury überzeugt. Es freut mich, dass eine bayerische Schülerin im Bundesfinale so erfolgreich war. Ich gratuliere zu dieser bemerkenswerten Leistung“, so Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle in Reaktion auf das Ergebnis des Bundeswettbewerbs Jugend debattiert.
Die Schulfamilie des Leopoldinums freut sich sehr, besonders die betreuenden Lehrer OStRin Flexeder, OStRin Steflbauer und OStR Scheday.

Suchen

Kontakt

kontakt3

Impressum

impressum3

Datenschutzerklärung

datenschutz3