Der Einladung von Frau Kasipovic-Rauecker vom Städtischen Kulturamt ist es zu verdanken, dass sich einige Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe anlässlich des Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus in besonders eindrucksvoller Weise mit der deutschen Vergangenheit auseinandersetzen konnten.

Die Mitglieder unserer AG Erinnerungskultur verfolgten das Gespräch mit der Auschwitz-Überlebenden und Zeitzeugin Ruth Melcer, das von der Friedrich-Ebert-Stiftung ermöglicht worden war und live im Zeughaus übertragen wurde. Das von Ellen Diehl einfühlsam moderierte Gespräch machte den jungen Menschen auf anschauliche und erschütternde Weise das Schicksal Ruth Melcers deutlich, die als kleines Mädchen die nationalsozialistische Diktatur in Polen erleben musste. Zugleich nahm sie das gegenwärtige Weltgeschehen in den Blick und appellierte angesichts der Parallelen, die sie erkennt, an die jungen Menschen, sich aktiv für die Demokratie und ihre Werte einzusetzen.
Im Anschluss an das Zeitzeugengespräch tauschten wir uns über unsere Eindrücke und Gedanken aus. Danach stellten wir an unseren Stolpersteinen den Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern der Mittelschule die Schicksale der Familie Pick vor. Gemeinsam gingen wir abschließend zum Mahnmal an der Innpromenade, um auch beim offiziellen Gedenkakt mit der Rede des Oberbürgermeisters Dupper Gesicht zu zeigen gegen das Vergessen.


