Mit Spaten, Gießkanne und großer Neugier haben in diesem Jahr die ersten Beete der GemüseAckerdemie an unserer Schule das Licht der Welt erblickt. Fünftklässlerinnen und Fünftklässler pflanzen, pflegen, ernten und verarbeiten dort gemeinsam saisonales Gemüse – begleitet von einem Lehrerteam, Frau Mager von der GemüseAckerdemie und tatkräftig unterstützt durch die „Ackerbuddys“ aus höheren Jahrgangsstufen.

Was auf den ersten Blick nur nach Gartenarbeit klingt, ist in Wahrheit lebendiger Unterricht: Die Schülerinnen und Schüler lernen direkt im Beet, wie aus einem Samenkorn eine knackige Möhre wird, warum Regenwürmer kleine Bodenhelden sind und weshalb Vielfalt im Beet die beste Ökologie ist. „Gesunde Ernährung beginnt mit Verständnis – wer sieht, wie Lebensmittel wachsen, isst bewusster“, erklärt Frau Mager, die das Projekt pädagogisch begleitet.
Neben praktischen Fertigkeiten vermittelt die GemüseAckerdemie zentrale Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung: Bodengesundheit, Artenvielfalt, Saisonalität, regionale Wertschöpfung und die Reduktion von Lebensmittelverschwendung. Wenn eine Gurke mal krumm gerät, landet sie nicht im Müll, sondern im Salat– und schmeckt genauso gut.
Deshalb freut sich das Leopoldinum sehr, dass die GemüseAckerdemie, ein hoch angesehenes mehrjähriges Bildungsprogramm, nun durch die großzügige Unterstützung der AOK, angeboten werden kann.
A. Scheday


