
Wie überprüft man eigentlich, ob ein weißes Pulver wirklich der Arzneistoff ist, den man herstellen wollte? Dieser Frage ging das P-Seminar „Lebensmittel- und Arzneimittelchemie“ des Gymnasiums Leopoldinum Passau bei einem Besuch an der PTA-Berufsfachschule Passau nach.
Dort durften die Schülerinnen und Schüler ihre im Seminar zuvor synthetisierte Acetylsalicylsäure (ASS) – besser bekannt als der Wirkstoff von Aspirin – unter professionellen Bedingungen analysieren. Im Ausbildungslabor führte Frau Dressel gemeinsam mit der Gruppe dazu verschiedene pharmazeutisch-chemische Untersuchungen durch: Mithilfe einer Dünnschichtchromatographie wurde das Syntheseprodukt mit reiner ASS aus dem Apothekengroßhandel untersucht und verglichen. Anschließend führten die Teilnehmenden eine Schmelzpunktanalyse durch. Besonders spannend war auch der Einsatz des „Apo-Ident“, eines modernen Analysegeräts zur Identifikation von Substanzen.


Neben der Laborarbeit erhielten die Schülerinnen und Schüler auch einen praxisnahen Einblick in die Ausbildung an der PTA-Berufsfachschule. Sie konnten beobachten, wie angehende Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten Desinfektionslösungen herstellen und verfolgten in der Testapotheke wie die Berufsschülerinnen im Führen von Beratungsgesprächen rundum Arzneimittel, deren Anwendung und Abgabe an den Kunden ausgebildet werden.
Der Nachmittag zeigte eindrucksvoll, wie eng Chemie, Pharmazie und Berufspraxis miteinander verbunden sind. Gleichzeitig bot der Besuch wertvolle Orientierungsmöglichkeiten für die berufliche Zukunft der Schülerinnen und Schüler.
Ein herzlicher Dank gilt Frau Dressel sowie Frau Wellens für die hervorragende Organisation, die freundliche Aufnahme und die engagierte Durchführung dieses gelungenen Nachmittags.



