Drei Tage raus aus dem 45-Minuten-Takt am Gymnasium Leopoldinum

Wenn der Gong einmal nicht den Takt vorgibt, entsteht Raum für eine andere Art des Lernens. Vom 28. bis zum 30. Oktober 2026 wurde daher am Gymnasium Leopoldinum der gewohnte Stundenplan bewusst aufgebrochen:

Musiktag der 5a

An die Stelle einzelner Unterrichtsstunden traten Projekte, Workshops, Begegnungen und viel Raum für einen Blick über den „Tellerand“ des regulären Lehrplans, um sich intensiv mit einer Thematik auseinanderzusetzen, Neues auszuprobieren, andere Lernorte zu erfahren und über die Grenzen einzelner Fächer hinauszublicken. Das Programm reichte von Lese- und Musikangeboten über Projekte zum sozialen Miteinander bis hin zu Erster Hilfe, Konfliktbewältigung und beruflicher Orientierung.

Schon für die jüngeren Jahrgangs- stufen hielt das Programm unterschiedliche Zugänge bereit. Musik- und Lesetage sowie Workshops zum Lesen stellten kreative und sprachliche Erfahrungen in den Mittelpunkt. Angebote wie „fairnetzen“ richten den Blick zugleich auf das Miteinander in einer digital geprägten Lebenswelt. Damit standen nicht allein Kenntnisse im Vordergrund, sondern auch Fragen des eigenen Handelns: Wie gehen wir miteinander um? Wie verständigen wir uns? Und wie übernehmen wir Verantwortung für das, was wir sagen und tun?

Lesetag für die 5b
Das Leistungsfach Physik im Deutschen Museum

Auch die Projekte „Gemeinsam stark!“ und „Deine Stimme“ ließen erkennen, welchen Stellenwert Gemeinschaft und politische Bildung an diesen Tagen haben. Ein gemeinsames Erlebnis wie der Besuch von „Welios in Wels“ oder die Fahrt des Leistungsfaches Physik zu Workshops im Deutschen Museum setzten einen weiteren Akzent: Schule öffnet sich für Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers.

Wie eng schulisches Lernen mit konkreter Verantwortung verbunden sein kann, zeigten die Erste-Hilfe-Kurse und die Angebote zur Gewalt- und Konfliktprävention.

Informationen der Bundesagentur für Arbeit für die Q12

In den höheren Jahrgangsstufen weitete sich der Blick auf Wissenschaft, Gesellschaft und die Zeit nach der Schule. Die Wissenschaftswoche, gezielte Workshops mit Tipps zur Vorbereitung auf das Abitur, die Informationen des Netzwerks Leopoldinum mit Studien- und Ausbildungsinformationen sowie Angebote zu Bewerbung, Finanzen und Versicherungen griffen Fragen auf, die für die eigene Zukunft wichtig werden.

Die stundenplanfreien Tage am Gymnasium Leopoldinum machten so einen Bildungsanspruch sichtbar, der über die Vermittlung von Unterrichtsstoff hinausging. Sie gaben Raum für Selbstständigkeit, Zusammenarbeit, Kreativität und Verantwortung.