Die Klassen 8b und 9a auf Exkursion in Regensburg

Am 6. Februar unternahmen die Klassen 8b und 9a zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern eine Geschichtsexkursion in das Haus der Bayerischen Geschichte (HdbG) nach Regensburg. Aktiv, problemorientiert und mit direktem Bezug zur Lebenswelt erschlossen sie sich zentrale Wendepunkte der bayerischen und deutschen Geschichte. Im Zentrum des Besuchs standen zwei innovative Escape-Room-Formate in der Bavariathek, dem medienpädagogischen Projektzentrum des Museums. Hier wird Geschichte mit moderner Medienkritik verknüpft – ein Ansatz, der die Jugendlichen dort abholt, wo sie sich täglich bewegen.
Die Klasse 9a tauchte im Escape Room „Hass, Hetze, Mord“ in die krisengeschüttelten Anfangsjahre der Weimarer Republik ein. Als Investigativ-Team arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit historischen Quellen und originalgetreuen Polizeiakten, um einen prominenten politischen Mordfall zu lösen – den Fall des ehemaligen Reichsfinanzministers Matthias Erzberger. Dabei wurde den Jugendlichen vor Augen geführt, wie gefährlich die Mechanismen von Ausgrenzung und Radikalisierung sind. Das Programm schlug eine Brücke zur Gegenwart, indem es die Parallelen zwischen historischer Propaganda und modernen Phänomenen wie Hate Speech und Fake News aufzeigte. Deutlich wurde: Worten der Hetze folgen oft Taten der Gewalt – eine Erkenntnis, die damals wie heute von brennender Aktualität ist.


Die achte Klasse begab sich unterdessen auf die Spuren der berüchtigten Affäre um Lola Montez. Im Escape Room „Staatsaffäre“ schlüpften sie in die Rolle von Privatdetektiven im München des Vormärz. Ihr Ziel: Die Hintergründe des politischen Skandals zu entwirren, der schließlich zur Abdikation von König Ludwig I. im Revolutionsjahr 1848 führte. Durch das digitale Analysieren von Briefen, Zeitungsberichten und Gerüchten lernten die Schülerinnen und Schüler, wie persönliche Leidenschaften, öffentliche Meinung und politische Strukturen ineinandergreifen. Auch hier stand die kritische Auseinandersetzung mit Medien im Fokus: Wie entstehen Gerüchte? Welche Rolle spielten „Social Media“ des 19. Jahrhunderts – wie Flugblätter und Karikaturen – für den Sturz eines Monarchen?
Durch das gemeinsame Rätseln, Kombinieren und Diskutieren waren alle Teilnehmenden hochgradig aktiv eingebunden. Teamarbeit, logisches Denken und das historische Urteilsvermögen wurden gleichermaßen gefördert. Am Ende des Tages nahmen die Klassen nicht nur neues Wissen über Bayerns Weg zum Freistaat mit nach Hause, sondern auch ein geschärftes Bewusstsein für den Wert einer demokratischen Debattenkultur.
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