Am Montag- und Dienstagabend erlebte unsere Schule einen besonderen Höhepunkt: Die Premiere des von Schülerinnen und Schülern selbst entwickelten Theaterstücks „Der Feuerzangenpunsch“ – ein großartiges Ereignis, das man noch lange im Gedächtnis behalten wird. Zweimal volles Haus, tosender Applaus und begeisterte Rückmeldungen aus allen Reihen.
Das Motto des Abends, die ersten Worte eines Gedichts von Oberstufenschülerin Noemi Heynen, lautete: „Manche Menschen leuchten!“ Dieser Satz galt an diesem Abend nicht nur als poetischer Auftakt, sondern als Leitmotiv: 60 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgängen haben im Laufe eines Schuljahres zusammen, ausgehend von Heinrich Spoerls Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ ein neues, eigenständiges Bühnenwerk erarbeitet, das die Leuchtkraft und Vielfalt der Menschen und ihrer Fähigkeiten in den Mittelpunkt stellt.
Nicht Uniformität und Angepasstheit, nicht Gehorsam und Disziplin sind das Ziel. Sondern, so formuliert es eine junge Lehrerin im Stück, es sind „gerade die Schüler, die zur Seite ausschlagen, die die kreativen Köpfe der Zukunft werden können. Und nicht die stromlinienförmigen Mitläufer”.
Aus der „Feuerzangenbowle“, die zu Beginn der 1930er-Jahre verfasst wurde, wurde so unser „Feuerzangenpunsch“: ein Name, der mit einem Augenzwinkern auf die kreative Neugestaltung verweist und zugleich die fünf „Zutaten“ benennt, die dieses Gemeinschaftsprojekt getragen haben.
Diese sind eine große, engagierte Schülerschaft, die mit Phantasie und Spielfreude das Stück mit Leben füllte; den reichen Erfahrungsschatz, den die Jugendlichen aus ihrem Schulalltag einbrachten; den humorvollen, zugleich aber auch kritischen Blick auf die frühere Zeit aus heutiger Perspektive; die Inspiration durch weitere Schulgeschichten (wie etwa „Der Club der toten Dichter“) und zu guter Letzt eine Schule, die diesen Raum für ein jahrgangsstufenübergreifendes Projekt möglich macht.
Das Ergebnis war auf der Bühne sichtbar: Jede Rolle fand ihren Platz, jede und jeder Beteiligte konnte sich entfalten. Ob Haupt- oder Nebenrolle, Bühnenbild, Kostüm, Licht, Ton oder Organisation – allen Beteiligten gelang es, das Publikum mitzunehmen, zu berühren und zu unterhalten. Die zahlreichen Anspielungen auf das Leopoldinum und seine Lehrerinnen und Lehrer – natürlich durfte auch ein Seitenhieb auf den Brand im Fahrradkeller nicht fehlen – sorgten zudem für viele Lacher. Die Verbindung von Leidenschaft, Disziplin und kreativem Mut machte den Abend zu einem unverwechselbaren Erlebnis.
Danke an die Schülerinnen und Schüler für ihren Einsatz, ihre Ausdauer und ihren Mut, sich künstlerisch zu zeigen. Danke an die betreuenden Lehrkräfte Johanna Beer und Erasmus Betz sowie die Eltern, die Unterstützung, Zeit und Fachwissen einbrachten. Und danke an das Publikum für die großartige Resonanz – zwei Vorstellungen vor vollem Haus sind der schönste Beweis dafür, dass sich die Mühe gelohnt hat.
Eines steht fest: An unserer Schule leuchten viele Menschen – und sie strahlen weit über die Bühne hinaus. Herzlichen Glückwunsch an alle Mitwirkenden!









