Herausragender Erfolg in Latein – Oberstufenschülerin des Leo unter den Top 50 in Bayern

Betreuender Lateinlehrer StR Tobias Zehntner, Helena Loncsek, Schulleiter OStD Dr. Konrad Wieland … und als Vierter in der Reihe der antike Gott Apollo – zumindest als Büste!

Der Landeswettbewerb Alte Sprachen gilt zurecht als der renommierteste und anspruchsvollste Latein-Wettbewerb in Bayern. Er richtet sich an besonders interessierte und leistungsstarke Oberstufenschüler, die bereit sind, sich tüftelnd, übersetzend und kreativ mit den sprachlichen und kulturellen Grundlagen Europas zu befassen.
Dieser Herausforderung stellte sich Helena Loncsek aus der Q12 so überzeugend, dass sie sich für die nächste Wettbewerbsrunde qualifiziert hat. Damit zählt sie zu den 50 Besten unter bayernweit rund 1000 Teilnehmern.

Die erfolgreiche Schülerin erzählt von ihren Eindrücken: „Nachdem ich in den letzten Jahren bereits am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen habe und es mir immer sehr viel Spaß bereitet hat, mich mit Aufgaben auseinanderzusetzen, die neben Lateinkenntnissen auch etwas Kreativität erfordern, habe ich auch mit dem Landeswettbewerb sehr gute Erfahrungen gemacht. Besonders das Thema der diesjährigen Klausur, Medizin, sowie die dazu gestellten Fragen im Aufgabenteil fand ich sehr spannend.“

Verlangt war heuer die Übersetzung einer ca. 200 lateinische Wörter umfassenden Passage aus dem Werk „De medicina“ des römischen Schriftstellers Celsus über die antiken Ursprünge der Medizin. Im kniffligen Zusatzteil war u. a. verlangt, die lateinische Inschrift über einem Gebäude der Berliner Universitätsklinik Charité zu entschlüsseln, ein Epigramm eines Arztes aus der Epoche des Humanismus zu interpretieren und aus dem Hippokratischen Eid ethische Prinzipien des Arztberufs herauszuarbeiten. Die Wahl des Themas unterstreicht die Anschlussfähigkeit des Faches Latein an andere Wissenschaftsdisziplinen und nicht zuletzt dessen immer wieder erstaunliche Aktualität und Relevanz. Aus gutem Grund fühlt sich daher das Leopoldinum als humanistisches Gymnasium dem Bildungsanspruch der Alten Sprachen Latein und Griechisch in besonderer Weise verpflichtet.

Zu Helenas großartigem Erfolg gratulieren Schulleiter Dr. Konrad Wieland, Fachschaftsleiterin Irmgard Steflbauer und Lateinlehrer Tobias Zehntner. Alle drücken ihr nun die Daumen für die zweite Runde Anfang Oktober 2026. Hier gilt es, eine dreistündige Interpretationsklausur zu bestreiten, durch die man sich schließlich für das Finale qualifizieren kann.

Tobias Zehntner, StR

Logo des Landeswettbewerbs Alte Sprachen, ausgerichtet von der Elisabeth-J.-Saal-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus
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