Abitur 2023: Mit guten Erinnerungen in die Zukunft gehen

Großartiger Gesamtdurchschnitt von 1,91 bei
53 Absolventen am Gymnasium Leopoldinum

Strahlende Gesichter beim letzten großen Gruppenfoto im Innenhof des Gymnasiums Leopoldinum (Foto: Dildar Hamo)


Nachweislich ein „Spitzenjahrgang“ ist für Schulleiter OStD Markus Birner die diesjährige Absolvia seiner Schule. Mit 1,91 ist der Jahrgang weit besser als der bayerische Abiturdurchschnitt von 2,24 und insgesamt 56 % der Leo-Schülerinnen und Schüler dürfen sich über eine Eins vor dem Komma freuen. Als einen „unvergleichlichen Lebensmoment“ bezeichnete Birner die Zeugnisvergabe im Großen Rathaussaal, die von der Leo-Bigband mit ihren herausragenden Sängerinnen Juliane Tilch und Katja Grasmeier schwungvoll untermalt wurde.

Birner erinnerte an den ersten Schultag der Abiturienten am Leopoldinum, als sie als stolze Fünftklässler ihre Leo-Mappe, das Leo-T-Shirt und eine Breze in Empfang nahmen. Nun seien sie die „abituri und abiturae“, also die, die im wörtlichen und übertragenen Sinne im Begriff sind wegzugehen.  Er ermutigte seine ehemaligen Schützlinge, die Welt besser zu machen: „Dazu braucht es die alten Tugenden wie sapientia, Weisheit, sophrosyne, Gelassenheit (von dieser aber nicht zu lang und zu viel, da die Zeit drängt), iustitia, Gerechtigkeit. Und vielleicht ein wenig Maßlosigkeit und Übermut, um überkommene Vor- und Einstellungen infrage zu stellen, scheinbar Unerreichbares zu wagen ­– und um das Unvorstellbare zu verhindern.“

Abiturrede von Schulleiter Markus Birner (Foto: Dildar Hamo)
Oberbürgermeister Jürgen Dupper gratuliert den besten Abiturienten des Jahrgangs:
v.l. Jürgen Dupper, Fiona Ragaller, Anna Kelbel, Magdalena Krammer, Elisabeth Gröschler, Johanna Hellge und OStD Markus Birner (Foto: Dildar Hamo)

Auch Oberbürgermeister Jürgen Dupper setzt große Hoffnungen in die Abiturientinnen und Abiturienten, die sich bereits mit ihrem Schulabschluss als „geschickte Baumeister ihrer Zukunft“ erwiesen hätten. Als Wunsch und guten Rat für die Zukunft gab er ihnen eine Zeile aus einem Metallica-Liedtext mit: „Forever trusting how you are and nothing else matters.“ Fünf Abiturientinnen und ein Abiturient – Elisabeth Gröschler, Johanna Hellge, Magdalena Krammer, Fiona Ragaller, Anna Kelbel und Samuel Mulzer – konnten schließlich aus seiner Hand den „Preis der Stadt Passau für das beste Abitur“ entgegennehmen.


Der Sozialpreis der Schule, der vom Elternbeirat in Abstimmung mit dem Lehrerkollegium vergeben wird, ging in diesem Jahr an Elisabeth Gröschler für ihre überragende Mitarbeit bei sozialen Projekten. Ganz besonders im Weltladen brachte sie ihre vielfältigen Fähigkeiten ein, übernahm Verantwortung und schaffte es, auch jüngere Schüler dafür zu begeistern.

Sozialpreis für Elisabeth Gröschler (Foto: Dildar Hamo)
Abiturrede von OSK Anja Schöner (Foto: Dildar Hamo)


Oberstudienkoordinatorin Anja Schöner – bei der sich die Absolventen und auch Markus Birner ganz besonders herzlich bedankten – ließ die Oberstufenzeit der Absolvia in einer humorvollen Rede Revue passieren, in der alle Schülernamen subtil und sehr gekonnt eingeflochten waren. 

Mit Spannung erwartet wird bei jeder Abiturfeier die Rede der Abiturienten. In diesem Jahr waren es Teresa Stefenelli und Hanna Westermeier, die in ihrer Ansprache kritisch nachfragten, welche Sinnhaftigkeit die Schule und der teilweise als extrem empfundene Leistungsdruck für ihr Leben hatten. Sie beantworteten die Frage mit einem Zitat von Werner Heisenberg: „Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn man alles vergessen hat, was man gelernt hat.“  Gerne erinnerten sie an die positiven Momente mit einer „großartigen Schüler- und Lehrerschaft inmitten dieses wunderschönen Lernortes am Inn“ und an die intensiven Stunden im Q12-Raum, genannt „Ko-Zi“, in denen „wie durch ein Brennglas“ die unterschiedlichsten Stimmungen und Charaktere sichtbar wurden.

Abiturrede der Abiturientinnen Teresa Stefenelli und Hanna Westermeier
(Foto: Dildar Hamo)

Die Freude ins Gesicht geschrieben stand unzweifelhaft allen Abiturientinnen und Abiturenten, als sie zu den Klängen ihres jeweiligen Lieblingssongs auf die Bühne liefen, um ihr Abiturzeugnis und weitere Auszeichnungen für herausragende Leistungen in Empfang zu nehmen. Der Mathe-Preis ging an Johanna Hellge, der Englisch-Preis an Timon Raster, der Physik-Preis an Fiona Ragaller, der Bio-Zukunftspreis an Mathis Steinbrink, der Chemie-Preis an Samuel Mulzer und Magdalena Krammer, der Französisch-Preis an Samuel Mulzer und Gergely Danyl, der Italienisch-Preis an Fiona Ragaller und Johanna Hellge, der Dr.-Otto-Thaler-Preis für die besten altsprachlichen Leistungen an Elisabeth Gröschler und Magdalena Krammer, der Preis des Deutschen Altphilologen-Verbandes für die beste Leistung in Latein an Elisabeth Gröschler.

Abiturrede des Elternbeiratsvorsitzenden Roland Kelbel (Foto: Dildar Hamo)

Eine großartige Rede gelang Roland Kelbel. Humorvoll-satirisch und gleichzeitig mit liebevollem Ernst machte er sich in seiner Funktion als Elternbeiratsvorsitzender, aber auch als stolzer Vater einer der Absolventinnen Gedanken, welche Ratschläge er den Scheidenden ins Leben mitgeben kann. Verlässlichkeit, klare Entscheidungen, den Mut, auch einmal „ich weiß es nicht“ zu sagen, eine Berufswahl, die von Herzen kommt, und Menschen um sich zu haben, die man liebt.  „Es waren diese kleinen, süßen Butzerl, die wir erst in unsere Arme und dann in unser Herz geschlossen haben. Wir haben gehofft, dass unsere wundervollen Kinder fliegen lernen … und jetzt heben sie ab.“

(Text: Kremsreiter)

Weitere Eindrücke des besonderen Tages:

(alle Fotos: Dildar Hamo)